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renate
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Pardon, eine Frage.
8. December 2011, 18:25, renate

 

 

Manchmal, in der letzten Zeit aber immer häufiger,frage ich mich, ob ich verblöde. Eigentlich sollte ich mich besser behandeln und stattdessen verdummen sagen, aber ich behandle mich im Privaten eigentlich nie bessnders zart. Danach  kommt sofort die zweite Frage: ist das normal in meinem Alter, mit meiner Krankheit?  Haben das andere  auch, dieses Gefühl sich nichts mehr behalten zu  können oder geht das nur mir und einer Handvoll Deppen (geistig Unterbelichteten für Nicht-Süddeutsche) so? Wenn es nach meiner Umwelt geht ist diese Fragerei lächerlich, aber ich bestehe auf meiner Frage.

Natürlich gibt  es Strategien und  Hilfsmittel, die man einsetzen kann und sollte, um nicht als smemorato di Cotolegno sich wiederzufinden (das war ein Bürger von Cotolegno, der nicht mehr wusste, wer und  wo er war). Meine Frage ist die, haben  andere midlife ms-ler ähnliche  Gefühle,dass das Erlebte inWort und Bild wie nicht erlebt gelebt wird? Wie weggeblasen, ausgehaucht.

Ein ganz  normaler Alterungsprozess?
Das Deckelbild
1. December 2011, 11:17, renate
Leben
21. November 2011, 10:55, renate

 

 

 

 

 

 

 

Das Leben besteht aus Erwarten : daß das Frühstück gut ist und der Kaffee warm – daß der Postbote einen Brief bringt – daß es allen Lieben gut geht  –daß ..., und jeder kann hinzufügen das, was er für gut und wünschenswert hält. „Ich will, ich möchte, es wäre schön, wenn“, das sind alles Ausdrücke etwas zu erwarten, sich noch etwas zu wünschen. Eigenlich heißt es nichts anderes als zu leben. Und auch der fernöstliche Aufruf im Moment zu leben ist nur ein Hinweis, jeden Augenblick so zu erleben, daß er seine volle Bandbreite aufzeigt. Auch  das ist eine Erwartungshaltung, nämlich diejenige in den  nächsten Moment besser, klüger und weiser einzutreten oder eben nur ihn zu erleben. Da macht es nicht viel Unterschied aus, ob man sich  Schönes oder Unschönes wünscht oder erwartet, Hauptsache ist, man fühlt, daß da noch etwas anderes ist. Schlimm wird es nur, wenn da nichts mehr ist, auf das man warten k.ann, wenn man wartet ohne zu wissen auf was und warum. Dann ist das Menschsein zu ende

Die neue Verletzlichkeit
1. October 2011, 09:10, renate
Und um meine Verletzlichkeit zu dokumentieren zeige ich Euch mein Photo
Hemingway
1. July 2011, 22:00, renate
"Man kann zerstört werden, aber man darf nicht aufgeben", dann, mit 61 Jahren, hat er seinem Leben ein Ende bereitet. Sind Alköhol und Depression die alleinige, definitive Erklärung?
Oberschenkelbruch als Mittel gegen MS?
20. January 2011, 13:28, renate

Es war bloß ein Gedanke, dazu noch kein wichtiger, großartiger, von dem man sagen könnte, es war ein Geistesblitz. Nein, ein ganz banaler Gedanke - und dann bin ich gefallen. Kein besonders großer Schmerz, aber dann habe ich doch 4 Stunden  gebraucht, um vom Tatort weg zu robben und  in mein Schlafzimmer zu kriechen, wo ich festgestellt habe, dass ich   nicht mehr die nötige Kraft hatte,  in mein Bett  zu klinnen. Nach ein paar Stunden auf dem Steinfussboden, hatte ich meinen Stolz überwunden und erst vornehm leise, dann aus vollen Lungen um Hilfe geschrien. Nach einiger Zeit kam die Feuerwehr, hat die Tür aufgebrochen und da ich mich weigerte ins Krankenhaus gebracht zu werden, haben mich die Feuerwehrleute schnell und griffsicher aufs Bett verfrachtet und sich dann diskret  verabchiedet. Nach  einigen Tagen höllischer Schmerzen, haben meine Freunde kurzerhand erneut die Sanitäter gerufen, die mich ins Krankenhaus brachten. Dort hat man einen Oberschenkelbruch festgestellt, mich operiert, eine reizvolle, ich stelle sie mir rot vor, was wahrscheinlich Unsinn ist,  Prothese eingesetzt und mich mit einem in der Zwischenzeit bestehendem Darmverschluss in  eine Reha gebracht. Der Oberschenkelbruch hat mir nie  Schwierigkeiten bereitet, der Darmverschluss dagegen hat mich so brüllen lassen, dass ein lärmgeschädigter Mitpatient im Türrahmen auftauchte und meinte, ich solle doch besser krepieren. ... Da dieser  nebensächlicher Vorfall meine Rehabilitierung verzögerte, bin ich kurzerhand in eine andere Reha abgeschoben worden. Dort war ich  mit Abstand die jüngste, unter vielen über 70jährigen..  Nein,  es war keine schöne Zeit, aber ich möchte sie nicht missen. Auch meine ms ist beeindruckt. Vor meinem Zimmer sind so viele Tote vorbeigerollt, dass sie sich vorerst verdrückt hat. Nach so viel Reha, habe ich sogar wieder begonnen auf meinen Beinen zu laufen

Die Träne
29. June 2010, 07:05, renate

 

 

Aus Freude netzt sie die Augen

Aus Leid bricht sie das Herz

Als Kunstgriff benutzt sie der Listige

Aber ungeweint zersetzt sie die Seele

 

 

Auf und ab
10. June 2010, 09:57, renate

                                                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Himmel ist grau und  das Leben laut.

Kein Sinn lässt sich  finden.

Aber dann kommen sie wieder, Farben und  Sinn , denn

Sie wissen ohne uns Menschen können sie nicht bestehen.

 

Das Ungewisse
19. April 2010, 13:21, renate

Seit vorgestern bedroht eine unsichtbare Aschenwolke  fast ganz Europa. Da wir Durschnittsmenschen schon seit längerem gewohnt sind, an die Wissenschaft zu glauben, scheint es uns fast so, als ob wir die Aschenwolke sehen würden. Der Luftverkehr ist über Europa gesperrt worden und für einen Tag war man stumm. Erstaunlich, da gibt es  etwas Unanfechtbares, Naturgwolltes, Respektables. Dann verstrichen die Stunden, die Schonfrist, die unser Verstand dem Unbegreiflichen geben kann und  das  Debattieren geht weiter. Autoritäten werden in Frage gestellt; alle werden zu Vulkanspeialisten, Meteorologen, Flugsicherheitsbeamten oder Flugsicherheitsbeamtinnen, das Radio und Fernsehen verbreitet Meinungen von Fachleuten zusammen mit Hörermeinungen, und im Getümmel von Meinungen bekommen wir in unserem Wohnzimmer das Gefühl, dass auch unser Flugzeug von der Anzeigetafel gestrichen wurde. Dann kontrollieren wir, ob die Aschenwolke über unserem Küchenfenster angekommen ist, und weil da immer noch der blaue Himmel scheint, verstehen wir überhaupt nicht, warum wir heute nicht nach Miami fliegen können.

Ich glaube wir modernen Menschen haben ein grosses Problem mit dem Ungewissen; wer von uns mslern erinnert sich nicht daran, wie uns die Unsicherheit über unsere Krankheit geplagt hat oder noch plagt.. Wenn wir uns durch dieses psychologische Nadelöhr erfolgreich hindurchgefädelt haben dürfen wir uns stolz Dipl.- Stressbewältiger nennen.
Über die Schönheit des Seins
11. February 2010, 11:32, renate

                                                       

 

 

 

 

 

 

Am Anfang stand die Beziehung

 

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